Gemeinde Röllbach

19.12.2012

PressemitteilungRückblick und Ausblick des ersten Bügermeisters


Röllbach - Weihnachten2012

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Weihnachten, die ruhige und besinnliche Zeit, die Zeit der Wünsche, Geschenke und des Dankes ist ja nicht mehr weit….
Diese Gedanken, unterstrichen durch ein Bild aus der Natur unserer herrlichen Landschaft auf der Sohlhöhe. Die Idylle könnte bei ruhiger Betrachtung nachstehenden Wunsch vertiefen.

Zeit für einen Rückblick,
Zeit für einen Ausblick,
Zeit um Herausforderungen gemeinsam zu bestehen.

Deshalb will ich wieder einen kurzen Rückblick und einen Ausblick über die gemeindlichen Tätigkeiten geben. Weiterhin bedanke ich mich bei Allen für ein angenehmes und vertrauensvolles Miteinander. Sicherlich gibt es immer mal wieder unterschiedliche Ansichten und Meinungen. Aber immer macht der Ton die Musik. Dies gilt für Alle und überall.
Die Töne und Szenarien in der großen Politik sind nicht unbedingt von großem gegenseitigem Respekt geprägt. Dieses Hauen und Stechen kennt man ja, besonders vor Wahlen. Mir fällt dazu nur ein Spruch ein:“Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen“.
Das gilt für uns, aber auch für alle Entscheidungsträger, besonders für die, welche Auswirkungen für das gesamte Europa haben. Sofern jemand zur Jahrtausendwende dem damals modischen Gedanken etwas abgewinnen konnte, die deutsche Geschichte habe sich mit der Wiedervereinigung vollendet, Europa sei mit der Einführung des Euro für immer vereint, der sieht sich heute gründlich getäuscht. Aber trotzdem, als eines der stärksten Exportländer brauchen wir ein gemeinsames Europa, um im Wettbewerb global bestehen zu können.
In der Bürgerversammlung, am 28. November, habe ich den Gemeindehaushalt wieder anhand von Diagrammen und Schaubildern aufgezeigt. Auch die Unternehmungen in und um die Gemeinde wurden vorgestellt. Leider konnte ich nur den Besuch von 15 Personen verzeichnen. Meinem letztjährigen Aufruf, mir doch mal mitzuteilen warum dies so ist, hat Niemanden berührt. Nochmal, gerne nehme ich Ihre Anregungen für diese für mich verpflichtende Veranstaltung auf.

Der Besuch bei der Auftaktveranstaltung zur „Interkommunalen Zusammenarbeit“ am 4.Juli im Pfarr- und Jugendheim war sehr gut. Viele gute Vorschläge wurden von der Bürgerschaft eingebracht. Diese sind in verschiedenen, gemeinsamen Arbeitskreisen von Teilnehmern aller neun Gemeinden, wie z. B. im „Spessartcafe“ diskutiert und erweitert worden. In einem Wochenendseminar wurden in der sog. „Bronnbacher Erklärung“ diese als Leitziele niedergeschrieben. Im November fand der Behördentag statt. Fast alle Ämter aus den Landkreis MIL und AB samt der Regierung Ufr. waren vertreten und gaben ihre Stellungnahme zu diesen künftigen Vorhaben des kommenden Konzeptes (ILEK=interkommunales-ländliches Entwicklungskonzept) ab.
Die initiierte, „Einfache Dorferneuerung“ stellt auch auf Ideen und Vorschläge der Bürger daraus ab. Eine wichtige Initiative zur Zukunftsgestaltung unserer Heimat ist neu in Bewegung gekommen. Auch wenn die geographische Entfernung von uns nach Rothenbuch recht groß ist, so sind in den Kommunen aller ILE-Gemeinden die Sorgen und Aufgaben ähnlich gelagert. Und nicht jeder muss das Rad neu erfinden. Im Konzert von Gleichgroßen sind Chancen, Möglichkeiten und Einflussnahme annähernd gleich gewichtet.
In der Januarsitzung des Gemeinderates wird dieses Thema vertieft werden um ggf. einen Förderantrag an das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) zu stellen. Hierbei sind Förderungen bis zu 60% möglich!
Geben Sie alle Ihre Vorstellungen zu den drei Hauptpunkten ab!
  1. Gestaltung eines Dorfplatzes zwischen Rathaus und Kirche
  2. Erneuerung und Gestaltung des Kindergartenweges
  3. Jugendtreff „Am Wasen“
Wie sollen die Flächen/Plätze aussehen, welches Pflaster, welche Einfriedungen, welche Spiel- und/oder Sportgeräte..etc.. Einfach einen formlosen Zettel in den Gemeindebriefkasten werfen, eine Email schreiben, oder persönlich Gemeinderäte oder mich ansprechen.
Sicherlich haben Sie verfolgt wie die Entscheidungen im regionalen Planungsverband (Region I) in Sachen „Windkraft“ gediehen sind. Auf meinen Kompromissvorschlag hin wird zuerst die Machbarkeit ab einer Windgeschwindigkeit von 5,8m/sec außerhalb der Naturparke Spessart und Odenwald geprüft. Reicht dies zum Bau der runden 50 Energiegewinnungsanlagen aus, gibt es vorerst keine Windräder am Eselsweg. Die bereits in hessischen und badischen Grenzgebieten errichteten Anlagen stehen auch meist im Naturpark Odenwald. Ob die dadurch tangierten Flächen auf bayerischer Seite auch für uns baurelevant werden, kann noch nicht endgültig bewertet werden.

Grundschule

Auch die zweite Grundschulklasse erhielt eine interaktive Schultafel (Smart Board). Damit wird die gewohnte Schultafel ersetzt und modernes zukunftsgerichtetes Lehren und Lernen mit digitaler Technik in beiden Klassen (1.+2.) ermöglicht. Die dritte Klasse wird bereits ab September 2012 in der neu sanierten und umgebauten Grundschule in Mönchberg unterrichtet. Dies war aus Zuschuss rechtlichen Gründen unumgänglich und auch der künftigen demographischen Entwicklung geschuldet. Auch in Mönchberg haben alle Klassen diese Technik.

Wasserver- und Entsorgung samt Straßenbau

Der Austausch der alten Gussleitung entlang des Röllbachs (quer über den Fußballplatz ortsauswärts links der Röllfelderstr. bis zur Kurve unterhalb der Schmachtenbergerstr.) ist mit einer Investitionssumme von rund 120.000€ gut vonstattengegangen.
Mit einer Wasserspülbohrung unter dem Sportplatz längs hin- durch wurde die neue PEHD Leitung DN 150 verlegt. Dadurch musste der Rasen nicht angetastet werden, welches zu hohen Wiederherstellungskosten geführt hätte. Dabei wurden neue Hydranten und Absperrschieber eingebaut.
Die Wasserversorgung in den Kleingärten (Gartenanschlüsse) unterhalb der Gartenstr. bereitet uns größere Sorgen. Nicht, dass nur rund 40 m³ Wasser verkauft werden, sondern die Undichtigkeit des Netzes und das Risiko einer Verkeimung. Ausgehend von der Tatsache, dass Wasser sehr lange dort verharrt und in der starken inneren Inkrustierung sich bevorzugt Bakterien und Keime, in diesem sehr alten Leitungssystem einnisten könnten. Bis jetzt ist noch nichts Nachweisbares vorgekommen, jedoch die neuen Richtlinien der Trinkwasserverordnung schränken einen weiteren Betrieb weitestgehend ein.
Die vom Wasserwirtschaftsamt, aufgrund der hohen Fremd-Wasserproblematik in unserer Teichkläranlage geforderten und verpflichtenden Erkundungen, sind per Kamerabefahrung in allen Strängen der Abwasserkanäle durchgeführt worden. Mit dem Befahren der Kanäle in den neu sanierten Straßen wurden zusammen rund 60.000€ dafür aufgewendet. Nun nimmt das Ingenieurbüro die Auswertung vor und bereitet für weitere Maßnahmen die nächsten Reparatur- und Sanierungskonzepte je nach Dringlichkeit auf.
Die Schlussbescheide für die baulichen Maßnahmen „In der Beune“ wurden zugestellt. Ich will dazu im Folgendem deutlicher Stellung beziehen. Sicherlich ist der Gehsteig eine recht teure Angelegenheit gegenüber dem umgelegten Straßenanteil geworden. Jedoch darf man nicht vergessen, wenn nicht viele Anlieger ihren Gehsteiganteil selbst gepflastert hätten, hätte dies bei der öffentlichen Vergabe weit mehr gekostet. Auch ist der gemeindliche Anteil in dieser Nebenstr. nicht unerheblich. Von den Gesamtkosten 400.000€, wurden lediglich 115.403€ umgelegt. Für den Gehsteig-Teilausbau von Gesamtkosten von 42.742€ auf die Anlieger 34.194€ und für den Straßenbau von 101.512€ die Summe von 81.209€. Der restliche Betrag von ca. 280.000€ entfällt z.T. auf die Kostenstelle Kanal- und Wasser, bzw. wird aus den Rücklagen der Gde. finanziert. Das bitte ich bei allen Diskussionen auch zu bedenken. Ich weiß, Geld für solche Maßnahmen auszugeben tun jedem Haushalt weh. Deshalb habe ich die Verwaltung angewiesen, immer auf eine faire und korrekte Berechnung, gemäß der Ausbaubeitrag-Satzung und des Kommunalabgabengesetzes zu achten.Deshalb auch nochmals dringender Appell die Gehsteige für die Sicherheit aller Bürger, besonders der Kinder herzurichten.

Wald und Flur

Der „Schöllesbergweg“ vorbei an der Maria-Buche, vielleicht auch bekannt als Reistenhausenerweg ist mit einer Vergabesumme von über 45.000€ neu gefertigt worden. Restarbeiten stehen noch an. Auch hierfür sind die staatlichen Fördermittel in Höhe von 60% der förderfähigen Kosten bewilligt. Dies ermöglicht uns künftig die Durchforstung des ca. 40 ha. großen Mischwaldes mit Buchen-, Eichen-, Fichten- und Douglasienbestandes mit besserem wirtschaftlichem Ergebnis durchzuführen.

Straßen, Verkehr und Plätze

Gegenüber dem Friedhofparkplatz wurde ein Verkehrsspiegel angebracht. Auch die Regelung zur Einfahrt soll mehr Sicherheit für den ein- und ausfahrenden Verkehr erbringen.
Mit dem neuen Blowpachtcher-System wurden mit knapp 10t Asphalt, Löcher und Unebenheiten in den Ortsstr. saniert.
Ich hoffe, dass der Belag auch bei starkem Frost hält. Die noch bestehenden Risse werden im zeitigen Frühjahr repariert.
Die gemeindlichen Grünanlagen innerhalb des Ortes werden sukzessive umgestaltet und erneuert. So wie dies zeitlich mit den vorrangigen Pflichtarbeiten des Bauhofs möglich ist.
Winterdienst
Der Winter mit Schnee und Eis hat uns alle fest im Griff. Die gemeindlichen Bauhofmitarbeiter tun ihr möglichstes, dass die Straßen und Wege begehbar bzw. befahrbar sind. Sehen Sie uns bitte nach, dass wir nicht immer sofort und überall sind. Die Mitarbeiter haben eine verbindliche Prioritätenliste nach Gefährdungspotential. Erleichtern Sie unsere Räumarbeiten in dem die Fahrzeuge auf den eigenen Plätzen und Höfen geparkt werden. Dies minimiert das Unfallrisiko und die Straßen sind durchgehend geräumt!
Ich will auch darauf hinweisen, dass ein Oberlandesgericht verfügt hat, dass durch die Streu- und Räumpflicht für Gehsteige - wenn dies so wie bei uns durch gemeindliche Satzung an die Anlieger übertragen ist – jeder verpflichtet ist, diese Schnee- und Eisfrei zu halten! Auch Anlieger/ Grundstücksbesitzer die nicht hier wohnen oder es sich um einen unbebauten Platz handelt, müssen sicherstellen, dass bei ihrer Abwesenheit dies sachgerecht erfolgt. Ich bitte um Ihre Mitarbeit und Beachtung, denn im Schadensfall kann es teuer werden. Auch sollte der Schnee nicht zur Straßenmitte gefegt werden, sondern in die Rinne!

Bebauungsplan „An der Schanz“

Zurzeit liegen im Rathaus der Bebauungsplan und die Begründung zur Einsicht und Stellungnahme aus. Das alte Gebäude wird entrümpelt und in den nächsten Wochen abgerissen. Wer Kopfsteinpflaster aus Sandsteinen erwerben möchte, soll sich bitte in der Verwaltung melden.
Die bestehenden Bebauungs- und Flächennutzungspläne wurden digitalisiert. In Kürze werden diese der Verwaltung vorliegen. Der Flächennutzungs-Plan ist CAD- erweiterungsfähig. Dies ist besonders wichtig, um künftige Erweiterungen oder Änderungen einzufügen. Demnächst erhalten die Kleingärten einen einfachen B-Plan samt Kleingartenverordnung. So können dann Gartenhäuser bis 75m ³ umbauter Raum zu gelassen werden. Dies ist nach § 57 BayBO verfahrensfrei und erspart den Bürgern Geld, Zeit und Ärger.

Energie

Jetzt sind bereits mehrere Straßenlaternen, die defekt oder neu installiert wurden mit LED – Leuchtmittel ausgestattet. Bedingt durch lange Lieferzeiten der Hersteller hat dies u.U. sehr lange gedauert, dafür bitte ich um Nachsicht, künftig wird’s schneller gehen.
Auf dem Dach der neu errichteten Gerätehalle im Bauhof (Kosten ca. 35.000€) wurde eine Photovoltaikanlage mit einem Kostenaufwand von ca. 45.000€ errichtet. Der Eigenverbrauch von FFW und Bauhof kann somit günstig abgerechnet werden, denn der erzeugte Strom ist günstiger als aus dem Netz zu beziehen. Ansonsten geht der Strom ins Netz und wird vergütet.

Zum notwendigen Brandschutz der Bürger/innen erhielt die FFW wieder neue Ausstattungs- und Ausrüstungsgegenstände. Ich bedanke mich bei den beiden FFW-Kommandanten für das stets konstruktive Miteinander sowie bei allen FFW-Frauen und Männer besonders auch bei der FFW-Jugend für Ihre geschätzte Leistungen zur Sicherheit unserer Bürgerschaft.

Jagdgenossenschaft

Das Feldrevier wurde in zwei Jagdbögen aufgeteilt. Die Grenzlinie sind der Wasenweg und der Fahrradweg nach Röllfeld. Nordöstlich ist der JB1 und südwestlich der JB2. Dies wurde von der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt, zum 01.04.2013 per Bescheid genehmigt. So wird am 15.01. 2013 der Jagdbogen-1 an einen der zwei Interessenten verpachtet. Den Jagdbogen-2 hat weiterhin Dr. Ullmann in Pacht. Mit dieser Teilung hoffen wir, dass die Wildschäden weiter auf ein erträgliches Maß reduziert werden können.

Vereine

Wie jedes Jahr, haben die Ortsvereine auch in diesem Jahr ihre finanzielle Unterstützung seitens der Gde. erhalten. Der TUS erhielt zur notwendigen Finanzierung der Turnhallensanierung einen Sonderbetrag.
Ich danke allen Ehrenamtlichen für Ihr bürgerschaftliches Engagement.
Ebenso sage ich Dank allen fleißigen Helferinnen und Helfern sowie den Kuchenspendern zum Seniorennachmittag. Es wäre schön, wenn zu den Seniorenfahrten im kommenden Jahr auch jüngere Ruheständler (55+) dabei wären. Deshalb herzliche Einladung dazu.
Mit diesem Querschnitt durch die gemeindlichen Tätigkeiten danke ich wieder allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren vorbildlichen Einsatz ebenso dem Gemeinderat für die ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Bevölkerung.
Fürs neue Jahr wünsche ich mir auch weiterhin Einsatzbereitschaft und bürgerschaftliches Engagement das unverzichtbar aber auch unbezahlbar ist und bleibt.
Ihnen allen – auch im Namen des Gemeinderates, der gesamten Gemeindeverwaltung –

Frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und ein gutes, erfolgreiches, neues Jahr 2013.


Rudi Schreck
1. Bürgermeister

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