Gemeinde Röllbach

21.12.2010

PressemitteilungWeihnachtsgrüße 2010


Winter in Röllbach 2010

Verzaubert liegt die Welt in weiß
Noch immer fallen Flocken leis
Verzaubert scheint die Sternenzeit
Und immer wieder werden Herzen weit

                             Von Monika Minder

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Mit diesem kleinen Gedicht möchte ich Sie auf die bevorstehenden Feiertage einstimmen und insbesondere an die vielen Möglichkeiten der Hilfe für Bedürftige aufmerksam machen. Das Elend in der Welt nimmt auch bei uns keine Rücksicht. Trotz einem guten sozialen Netz, gibt es immer noch weite Maschen, die nur durch nachbarschaftliche Hilfe und einem großen Herzen geschlossen werden können. Denken wir auch besonders in diesen Tagen an die älteren und kranken Mitbürger und Mitbürgerinnen.

Wie gewohnt möchte ich nun nach einigen Gedanken, in Kurzform die wichtigsten Aktivitäten der Gemeinde darstellen.
Gerade in der letzten Zeit lesen oder hören wir immer von „Unternehmensethik“ oder das Ende der sozialen Marktwirtschaft.
Die Globalisierung, die Verlagerung der Warenherstellung und Produktionsstätten in alle Winkel auf der ganzen Welt, besonders in sog. Billiglohnländer, werfen auch bei uns Probleme auf dem Arbeitsmarkt deutlich auf.
Um marktgerechte, überlebensnotwendige Preise zu erzielen, um uns als kritische und preisbewusste Bürger zu bedienen, werden oftmals Praktiken und Methoden angewendet die förmlich Menschen unwürdig sind. …Wer hat da Schuld?
Unternehmen unterliegen einem verschärften Wettbewerb der allzu oft zu Missständen, seien es unfaire Löhne oder der Raubbau an ökologisch wertvollen Wäldern, Verschmutzung von Flüssen und Landstrichen führt. Hier ist dringend Handlungsbedarf der großen Politik von Nöten. Nur gemeinsam und nicht einseitig, müssen von EU und den weltgrößten produzierenden Ländern einheitliche Standards für alle vereinbart und vor allem auch eingehalten werden. Ein schwieriges Unterfangen, da nationale Gründe und Interessen dies erschweren. Aber auch die Unternehmen müssen in Moral investieren, wenn sie ihr Verbleiben in der Gesellschaft und damit im Markt sicherstellen wollen. Unternehmensethik heißt für mich, Löhne, die für die Menschen auskömmlich sind, damit Familien wieder planen können. Nachhaltigkeit und Weitblick im Umgang mit den Wertschöpfungsketten und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln um verlorengegangenes Vertrauen wieder zu gewinnen. Dies trifft insbesondere auf die global wirtschaftenden Banken und Geldinstitute in erheblichen Maße zu.

Die weltweite Wirtschaftskrise ist noch nicht vollständig überwunden, aber ein Fazit lässt sich bereits ziehen. Und das fällt überaus positiv für Deutschland aus.
„Gute Aussichten für das nächste Jahr: In hohem Tempo erholt sich die deutsche Industrie von der Finanz- und Wirtschaftskrise…“ so der Titel der Wirtschaft - TopNews.
Dies macht doch zuversichtlich!
Mit einem bilanzierenden Blick zurück kann ich an einigen Merkmalen den Aufwärtstrend feststellen.
Bei der Bürgerversammlung im November, an der nur wenige Besucher Interesse zeigten, konnte ich die steuerlichen Einkünfte der Gemeinde aufzeigen. Ein deutlicher Anstieg der Lohn- und Einkommensteueranteile beweist die Erholung der Konjunktur. Dies kennzeichnet deutlich einen gesunden Haushaltsplan, der uns auch von der Kommunal- Aufsichtsbehörde als gut geordnet bestätigt wurde. Trotz der Kanal- Wasser und Straßenbaumaßnahmen in 4 Straßenzügen sind wir noch schuldenfrei. Jedoch stehen weitere Investitionen auf der Tagesordnung bei denen wir diese angesparten Rücklagen dringend benötigen. In diesem Zusammenhang gilt mein besonderer Dank den Anliegern in diesen Straßen, dass sie geduldig den Staub, Schmutz, Lärm und so manche Unannehmlichkeiten ertragen haben. Durch gesperrte Str. zu den Anwesen anfahren, beim Transport, sowie so ganz banale Dinge wie Müllentsorgung, Auto parken usw. hemmten den alltäglichen Ablauf doch sehr. Danke für das gezeigte Verständnis.
Die Transparenz der Gemeindepolitik können Sie auch daran erkennen, dass über die Baumaßnahmen und deren stetiger Fortgang, in den einzelnen Straßenzügen die Anlieger angeschrieben und über das Vorhaben informiert wurden. Bei den Begehungen mit dem beteiligten Planungsbüro und ausführender Firma wurden weitestgehend die Wünsche der Anlieger aufgenommen und umgesetzt.
Auch zwischendurch konnten durch Vorort-Termine viele Einzelinteressen besprochen und realisiert werden. Nach dem Motto „Miteinander, statt übereinander reden “

Bedingt durch das Konjunkturpaket II sind die Preise für energetische Sanierungen gestiegen. Dies zeigte die Ausschreibung für neue Fenster im Kindergarten und der Grundschule. Deshalb wurde in diesem Jahr der Auftrag noch nicht erteilt. Jedoch in den kommenden Ferien wird diese bereits beschlossene Maßnahme durchgeführt.
Erfreulich ist , dass unser Kindergarten mit der seit zwei Jahren bestehenden Kleinkindgruppe gut ausgefüllt ist. Dies ist nicht nur ein Zeichen der günstigen Preise sondern auch, dass wichtige, vertrauensvolle Pädagogik
verwirklicht wird. Dies gilt ebenso in den drei Regelkindergruppen.

Für den Brandschutz erhielt die FFW neue Ausrüstungsgegenstände sowie Schutzkleidung. Stets nehme ich die Aufgaben und Sorgen ernst, informiere mich Vorort bei Übungen und versuche mit dem Gemeinderat innerhalb unserer finanziellen Möglichkeiten die Einsatzbereitschaft der Wehr zum Schutz für die Bürgerschaft zu stärken. Danke an die beiden Kommandanten sowie den Aktiven für Ihren unverzichtbaren ehrenamtlichen Dienst am Nächsten.

Alle Vereine haben in diesem Jahr wieder vollumfänglich die finanzielle Unterstützung seitens der Gde. erhalten.
Es liegt mir viel daran diese Ehrenamtlichkeit, die unsere Gemeinde attraktiv macht, zu stärken. Deshalb der Appel auch an alle Bürger/innen nicht nur die Leistungen der Vereine zu nutzen, sondern auch mit dem Besuch der Veranstaltungen diese zu unterstützen.

In besonderem Maße haben wir in den letzten Wochen den Schützenverein bei seinem baulichen Vorhaben gefördert. Dies wird sicherlich zur Weiterentwicklung der sportlichen Angebote beitragen.

Ein weiteres wichtiges top aktuelles Thema im gesamten Landkreis ist die Breitband – Versorgung! Sprich DSL oder sogar VDSL
Wir in Röllbach haben seit ca. Mitte 2007 die schnelle Datenautobahn mit bis zu 16Mbit/s
Längerfristig verfolgen wir das Ziel, entsprechend der Breitbandstrategie der Bundesregierung, eine 50 Mbit/s Versorgung zu erreichen.
Es wäre somit wichtig, dass alle Haushalte die Umfrage, falls nicht schon geschehen, noch nachreichen, damit wir einen repräsentatives Ergebnis bei den Verhandlungen vorweisen können.
Mit den interessierten Gewerbetreibenden hatte ich am 14. Dezember zu einem „Runden Tisch“ einberufen um die Vorstellungen im Kreis der Betroffenen mit den Fachleuten der Telekom zu besprechen!

Der Bauhof ist in diesem Jahr maschinell mit neuen Geräten (Traktor, Anhänger, Rasentraktor samt div. notwendigen Anbaugerätschaften) ausgestattet worden. Unabhängigkeit und Flexibilität bei den Diensten um und in der Gemeinde bei der tagtäglichen Arbeit waren die entscheidenden Aspekte. Egal ob Winterdienst, Grünlandpflege, Friedhofarbeiten, Ordnung halten am Schredderplatz, Waldarbeiten, Wege und Straßenreparaturen, für diese Aktivitäten benötigt man heute entsprechende Gerätschaften. Dies kostet zwar einiges bei der Anschaffung und im Unterhalt, doch wir werden damit in Zukunft sicher Vorteile erwirtschaften. Ein schnelleres Eingreifen und eine größere Effizienz bei den Arbeiten sind weitere positive Punkte die mit den Neuanschaffungen erzielt werden.
Auch die Pausenhalle hat ihre Bewährungsprobe bereits bei den nassen Festtagen erfüllt. Die universelle Nutzungsmöglichkeit schätzen nicht nur die Schulkinder.

Der Parkplatz auf dem Festplatz an der Turnhalle ist fertig geschottert und benutzbar. Beschilderung sowie die Zick-Zacklinien im Steinig werden bei passender Witterung vorgenommen. Dies gilt auch für die Tempo 30 Zonen, um deren Beachtung ich alle motorisierten Verkehrsteilnehmer herzlichst bitte. Auch das Parken auf den Gehsteigen sollte zur Sicherheit der Fußgänger unterlassen werden, zumal dies auch strafbar ist.

Der umgesetzte Jahresbetriebsplan für den Gemeindewald brachte dank guter Holzpreise wiederum ein positives Ergebnis. Ich darf versichern, dass trotz mancher Bedenken eine nachhaltige Bewirtschaftung erfolgt. Es wächst wesentlich mehr an Holzmasse heran wie mit den 3400fm/anno eingeschlagen wird.
Auch wurden für Zäunung, Pflanzung, Durchforstung, Entastung, Verkehrssicherung und Jungpflege erhebliche Mittel in unseren Wald investiert, damit nachfolgende Generationen entsprechende Wertschöpfungen daraus erzielen können.
Mehr Ordnung und Sauberkeit wünsche ich mir fürs kommende Jahr auf unserem Schredderplatz. Grasschnitt sollte bitte in die dafür vorgesehene Kaute oder direkt in den Container abgelagert werden! Mist, Steine, Betonbrocken, Bauschutt und sonstiger Unrat hat nichts auf unserem Schredderplatz zu suchen und wird strafrechtlich verfolgt. Feststellungen von Fehlverhalten dieser Art bitte ich zu melden, damit eine ordnungsgemäße Benutzung auch in Zukunft sichergestellt werden kann.

Die Sicherung der Grenzsteine ist ein altes Anliegen welches mehr Beachtung erfordert. Ich bitte die Eigentümer darauf ein besonderes Augenmerk zu legen. Die Kosten von Neuvermessungen sind erheblich.

Nach diesem Querschnitt durch die gemeindlichen Tätigkeiten und Anliegen danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren vorbildlichen Einsatz ebenso dem Gemeinderat für die ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Bevölkerung.

Für´s neue Jahr wünsche ich mir auch weiterhin Einsatzbereitschaft und bürgerschaftliches Engagement das zu unserer guten Lebensqualität in erheblichem Maße beiträgt. Anerkennung und Dank den Vereinsehrenamtlichen, insbesondere denen, die in der Jugendarbeit und im sozialen Bereich tätig sind.

Ihnen allen – auch im Namen des Gemeinderates, der gesamten Gemeindeverwaltung –
Frohe Weihnachten, schöne entspannende Feiertage und ein gutes, erfolgreiches Jahr 2011.

Rudi Schreck
1. Bürgermeister

 


 


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